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Sozialpraktikum - Erfahrungsbericht Svenja Bölling

Sozialpraktikum 10. Schuljahr - Erfahrungsbericht Svenja Bölling

 

Sozialpraktikum? Was ist das und wofür brauche ich das überhaupt? Diese Fragen wurden spätestens nach Abschluss unseres Praktikums beantwortet. Wir sind mit Menschen in Kontakt getreten, die eigentlich nicht zu unserem normalen sozialen Umfeld gehören und haben mehr oder weniger gelernt, mit ihnen umzugehen. In der 10. Klasse hatten wir also die Möglichkeit im Rahmen des Religionsunterrichts in verschiedenen sozialen Einrichtungen einmal die Woche zu arbeiten, sei es im Seniorenheim, bei Dortmunder Tafel , im Obdachlosentreff oder Ähnlichem.

Meine Wahl fiel auf ein Altenheim, da ich den Umgang mit älteren Menschen sehr schätze. Meine hauptsächliche Aufgabe war die Bewohner mit Spielen zu beschäftigen wie zum Beispiel Mensch-ärgere-dich-nicht, das absolute Lieblingsspiel; Würfel-Quiz oder andere Würfel- und Ratespiele. Wenn sie nicht damit beschäftigt wurden, genossen die Bewohner eine Leserunde oder Sitzgymnastik mit Musik. Man konnte ihnen ansehen, welche Freude es ihnen bereite, wenn man ihnen Aufmerksamkeit schenkte und sich mit ihnen unterhielt. Das war jedoch nicht immer so einfach, da sie sehr schnell Dinge vergaßen, die man ihnen zuvor erklärt hat oder die sie bereits erzählt hatten. Aber auch die Stimmung der Bewohner konnte sehr schnell umschlagen, wenn man zum Beispiel über Dinge schmunzelte und sie nicht verstanden warum.

Oft erzählten die älteren Menschen auch von ihren eigenen Erfahrungen, was sie früher gerne gemacht haben und wo sie auf der Welt schon überall waren. Viele waren auch sehr traurig darüber, dass sie dort im Altenheim so einsam waren.

Eine weitere bedeutende Beobachtung und Erfahrung war, dass die „fitteren“ Bewohner eine starke Abneigung den teilweise stark behinderten Mitbewohnern gegenüber hegten. Sie wollten nicht, dass sie an der Leserunde teilnehmen oder sich an den Tisch setzten.

Für mich ist das Sozialpraktikum eine sehr wertvolle Erfahrung fürs Leben, da man die älteren Generationen nicht vergessen sollte und auch bedenken muss, dass man irgendwann genauso alt ist wie sie. Meiner Meinung nach ist es eine gute Möglichkeit zu üben, wie man zum Beispiel mit Demenz umgehen sollte, da auch die Großeltern, Eltern und man selbst irgendwann in dieses Stadium kommen können.

Ich bin jedes Mal mit einem guten Gewissen aus dem Seniorenheim gegangen, weil ich wusste, dass ich etwas Gutes getan habe und sich andere Menschen darüber gefreut haben, dass ich mich mit ihnen beschäftigt habe. Ich kann nur jedem empfehlen am Sozialpraktikum teilzunehmen.

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