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Fahrten - Spanien

Kursfahrt nach Barcelona

 

Am 25. März 2011 sind wir, die Schülerinnen und Schüler der Grundkurse Spanisch mit der Kollegin Frau Banaszak, der Referendarin Frau Schilling und einer Mutter zu unserer Kursfahrt nach Spanien aufgebrochen. Früh morgens ging es per Zug nach Düsseldorf und dann nach einem hektischen Umstieg in Paris per Flugzeug nach Barcelona. Unser Hostel in unmittelbarer Nähe der Torres Agbar war super. Es verfügte sogar über einen Swimmingpool. Noch am Ankunftstag haben wir einen ersten Spaziergang über die Ramblas, vorbei am alten Hafen Port Veill in das Viertel Barceloneta unternommen. Auf den Ramblas pulsiert das Leben dieser Mittelmeermetropole, und das zu jeder Tages- und Nachtzeit, und die Tapas waren einfach herrlich – leider ein wenig teuer.

Am darauf folgenden Morgen haben wir uns aufgemacht, die Stadt zu erkunden. Die Stadtrallye war phantastisch. Stolz sind wir im Rückblick besonders darauf, eigentlich alle uns gestellten Aufgaben alleine (auch mit Händen und Füßen) bewältigt zu haben. Historische Gebäude und Monumente haben wir dabei ebenso gesucht und gefunden, wie uns in Buchläden nach zeitgenössischen Buchtiteln katalanischer Autoren erkundigt. Auf jeden Fall haben wir alle Scheu abgelegt, uns in der Stadt auf eigene Faust zu bewegen.

Am Nachmittag hatten wir im Pueblo Español die Gelegenheit, die verschiedenen Baustile der unterschiedlichen spanischen Regionen kennen zu lernen. Es war eine Art Vogtsbauernhöfe auf Spanisch. Das war interessant, aber nicht zu vergleichen mit dem Eindruck, den die Font Magic am Abend in ihrer ganzen Pracht bei voller Erleuchtung auf uns gemacht hat. Das war wirklich überwältigend.

Samstag war Gaudí Tag. Antonio Gaudí war zu Beginn des letzten Jahrhunderts einer der Architekten, der das unverwechselbare Gesicht von Barcelona in besonderer Weise geprägt hat. Er hat in seinem ganz eigenen, unnachahmlichen Stil faszinierende Gebäude erstellt. Große Mietshäuser scheinen nicht auf herkömmliche Weise gebaut, sondern aus einer Masse geformt zu sein. Jedes Detail ist entworfen und nicht rein zufällig das, was es von der Stange zu kaufen gibt.

Die von ihm entworfene Kathedrale Sagrada Familia ist unvergleichlich. Seit mehr als hundert Jahren wird nun an ihr gebaut. Besonders interessant sind die entsprechend dem Kräfteverlauf ausgerichteten und daher sehr schlanken Stützen, wie uns unser Guide erklärte. Auch der Ausblick von den Türmen ist einfach nur überwältigend. Schon an diesem Tag war uns klar, diese Reise war eine ganz besondere, außergewöhnliche Reise.

In einem Mietshaus wie La Pedrera würde wohl jeder von uns gerne wohnen. Alles bis hin zur Dachlandschaft ist gestaltet und weist ein menschliches Maß auf. Allerdings müssen die Bewohner auch mit den Massen an Touristen leben, die täglich das Gebäude besichtigen wollen. Ständig sind fremde Menschen im Haus und wollen alles anschauen.

Der Nachmittag und der Sonnenuntergang über dem Meer im Park Güell – ebenfalls von Gaudí gestaltet – war ganz großes Kino. Die Stimmung in diesem verwunschenen Märchengarten war einfach toll. Wir wollten gar nicht mehr gehen. Dazu war es für unser Empfinden einfach schon Sommer und das mitten im Frühling. Super.

Nach einer Stippvisite im Hostel haben wir die Stadt am Abend auf eigene Faust erkundet. Auch das eine spannende, für den einen oder anderen unter uns eine überaus eindrückliche Erfahrung. Wir haben es genossen.

Unsere Fahrt näherte sich damit schon bedrohlich dem Ende. Leider! Barcelona ist einfach eine außergewöhnliche Stadt und jede Reise dorthin, sei sie auch noch so kurz, ist es wert. Barcelona unter ganz neuen Blickwinkeln stand im folgenden auf dem Programm. Bei einer Hafenrundfahrt hatten wir Gelegenheit, weniger touristisch erschlossenes Gebiet Barcelonas zu entdecken. Einfach nur spannend!

Am frühen Nachmittag haben wir noch die casa Batló besichtigt, ein weiteres Werk von Gaudí. Den verbleibenden Nachmittag und Abend haben wir in Kleingruppen unsere eigenen Entdeckungen gemacht. Das alte gotische Viertel mit seinen Gassen, in denen man die gegenüberliegenden Hauswände gleichzeitig berühren kann, haben einen Vorgeschmack auf arabische Medinas entstehen lassen. Die Geschäfte, das Treiben, die Händler, die Gerüche, die Menschen, alles war einfach exotisch dort.

Letzter Tag! Aus Dortmund kommend und fußballbegeistert, wie wir sind, durfte natürlich ein Besuch im berühmten Camp Nou des FC Barcelona nicht fehlen. Der Weg dorthin führte vom Hafen aus mit dem Teleférico in luftiger Höhe schwebend über das Hafenbecken hinweg zum Mont Jüic. Einen Kunsthappen – das Miró Museum – haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen, auch wenn der Tag voll im Zeichen des Sports stand. Denn auf dem Mont Jüic wurden neben den Messehallen für die Weltausstellung die Sportanlagen für die Olympischen Spiele erbaut. Wahnsinn diese Sportanlagen. Der Radio- und Fernsehturm ist eine Klasse für sich. Ein wahres architektonisches Meisterwerk. Der abschließende Besuch im Camp Nou war dann der krönende Abschluss des Tages und der Reise. Der FC Barcelona ist einfach eines der Weltklasseteams und das spürt man auch, sobald man das Stadion betritt. Reichlich müde vom vielen Laufen sind wir an diesem Abend rundum zufrieden und erschöpft in unser Hostel zurückgekehrt.

Den letzten Vormittag haben wir genutzt, um letzte Souvenirs zu kaufen und letzte Erinnerungsfotos zu schießen, bevor es gegen Mittag hieß, Richtung Flughafen aufzubrechen.

Die Fahrt war einfach super. Wir können nur jeder Schülerin und jedem Schüler empfehlen, an allen Kursfahrten, die diese tolle Schule anbietet, teilzunehmen. Sie sind bestimmt immer ein Erlebnis.


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