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Sozialpraktikum - Erfahrungsbericht "Brückentreff"

Sozialpraktikum 10. Schuljahr – Erfahrungsbericht "Brückentreff"

Viele von euch Schülern und Schülerinnen können sich gar nicht so genau vorstellen, was man bei einem Sozialpraktikum machen muss. Als wir erfahren haben, dass wir im 10. Schuljahr, im Rahmen des Religionsunterrichts, ein Sozialpraktikum machen können, haben wir uns zuerst gefragt wozu das gut sei.

Heute ist uns klar warum.

 

Es geht darum, neue Erfahrungen zu sammeln; mit Leuten in Kontakt zu treten, die man unter „normalen“ Umständen nie kennengelernt hätte. Wir haben unser Sozialpraktikum beim „Brückentreff“ gemacht, wo wir sehr viele neue Erfahrungen sammeln durften. Der Brückentreff ist eine Aufenthaltsstätte für Wohnungslose. Dort kann man für „kleines Geld“ etwas zu Trinken und zu Essen bekommen, denn es wird täglich frisch gekocht. Auch Duschen und andere Tätigkeiten wie Körperpflege oder Unterhaltung sind möglich.

Am ersten Tag haben wir uns anfangs etwas unwohl gefühlt, da wir nicht wussten wie die Leute auf uns reagieren werden. Doch diese Angst verflog sehr schnell, da sie mich und meine Mitschülerin freundlich und herzlich aufgenommen haben. Unsere Aufgabe bestand weitestgehend darin, mit den Gästen zu plaudern, mit ihnen Kicker zu spielen und ähnliches.

Alles hat sehr viel Spaß gemacht und die Leute waren auch sehr interessiert an uns, wodurch man schnell mit den Besuchern ins Gespräch kam.

Einige von ihnen waren so offen, dass sie viel von ihrem Leben preisgaben. Manchmal gingen uns die Geschichten und Schicksale ziemlich nah. Jedoch kann ich jetzt nicht sagen, dass wir uns nur mit den Besuchern dort beschäftigt haben, denn inzwischen waren wir auch dabei in der Küche zu helfen, indem wir die von der Tafel gebrachten Lebensmittel aussortiert haben. Außerdem saugten wir den Boden und backten Waffeln.

Das Rezept bleibt für immer dort erhalten ;)

Das Schöne an diesem Praktikum war, dass wir jeden ansprechen konnten, wenn wir Fragen hatten. Mit den Sozialarbeitern haben wir uns auch gut verstanden und viel Spaß gehabt.

Während dieses Praktikums ist uns bewusst geworden, dass es sehr viele Menschen gibt, denen es deutlich schlechter geht, als uns, z.B. aufgrund einer Krankheit, der Arbeits- und Wohnungslosigkeit oder auch wegen Einsamkeit.


Diese Menschen sind froh, wenn man sich mit ihnen beschäftigt und auch wenn sie von den Sozialarbeitern eine bestimmte Hilfestellung bekommen. Wir denken, dass dieses Sozialpraktikum sehr wichtig ist, um die oben genannten Erfahrungen zu sammeln, denn niemand von uns weiß, ob er nicht irgendwann vielleicht auch einmal auf der Straße lebt.

Was wir euch mit auf den Weg geben möchten ist, dass ihr offen und auch neugierig in ein Sozialpraktikum gehen solltet. Die Leute die dort zu Besuch sind, sind genauso Menschen wie „Du und Ich“. Ihr braucht auch keine Angst vor „saufenden Obdachlosen“ zu haben, denn im Brückentreff gilt nämlich absolutes Alkoholverbot. Keine Sorge, niemand ginge auf euch zu, denn die meisten Besucher fangen von alleine ein Gespräch an.

Wir können letztendlich nur sagen, dass uns dieses Sozialpraktik und eine Erfahrung für unser ganzes Leben war. Wir sind froh diese Eindrücke gesammelt haben zu dürfen. Vielleicht sehn wir uns da mal wieder ;)

D.A. A.M

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