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Geschwister-
Scholl-
Gesamtschule

Konzept zur Leistungsbewertung

Gliederung

 

1.     Grundlegendepädagogische Zielsetzungen

2.     Funktionender Leistungsbewertung

3.     Wertschätzungvon Leistungen jenseits von Noten

4.     TransparenteLeistungserwartungen

5.     Aufgabender Fach- und Kleinkonferenzen

6.     Derrechtliche Rahmen

7.     Formender Lernerfolgsüberprüfung

a)     Klassen-und Kursarbeiten

b)     SonstigeLeistungen

8.     FachspezifischeLeistungsmessung und -beurteilung

9.     Feedbackund Beratung

10.  Anhang

 

1.     Grundlegende pädagogische Zielsetzungen

„Jedes Kind hat Stärken.“

Schule vermittelt zwischen den objektiven Ansprüchen der Gesellschaft undder individuellen Entwicklung der Persönlichkeit. Mehr denn je hat Schule inZusammenarbeit mit den Eltern heute die Aufgabe,Kinder undJugendliche so zu bilden und zu entwickeln, dass sie die Herausforderungen desLebens aktiv und erfolgreich meistern können.Dabei ist das Grundanliegen der Geschwister-Scholl-Gesamtschule diebestmögliche Förderung aller Schülerinnen und Schüler. Wir stellen an jedenSchüler und jede Schülerin hohe, aber erfüllbare Leistungserwartungen. Diesesind nicht nur über Noten und Abschlüsse definiert.

Bei der Heterogenität der Schüler/innen einer Gesamtschule kann die‚Leistung’ des einzelnen Schülers, gemessen an seinen Bildungsvoraussetzungen,durchaus unterschiedliche Formen und Ausprägungen annehmen: Produkte, die inden künstlerischen, handwerklichen oder technischen Fächern bzw. Projektenentstehen, Erfolge bei sportlichen Wettbewerben, Theater- undMusikaufführungen, aber auch Leistungen im sozialen Bereich stehen nebenLeistungen im sprachlichen oder mathematischen Bereich.

Schulisches Lernen darf sich nicht auf das fachlich-inhaltliche Lernen(Wissen, Urteilen, Vernetzen u.a.) beschränken,sondern muss ebenfalls auf die Entwicklung von Methodenkompetenz (Visualisieren,Strukturieren, Exzerpieren u. a.) sowie von sozialer (Zuhören, Argumentieren,Kooperieren u. a.) und personaler Kompetenz (ein realistisches Selbstbildentwickeln, Selbstvertrauen entwickeln, Kritikfähigkeit entwickeln u. a.) gerichtetsein(erweiterter LernbegriffnachKlippert, Heinz (1994): Methodentraining. (Beltz) Weinheim Basel, S. 31).

Leistung ist vielfältig und kann sich inProzess-, Produkt-, Präsentationsleistungen, in Reproduktions-,Reorganisations-, Transfer- und Problemlösungsleistungen zeigen. Entsprechendvielfältig sind die unterschiedlichen Überprüfungsformen, sodass die Breite derzu entwickelnden Kompetenzen erfasst werden kann.

Die Heterogenität in den individuellenLernvoraussetzungen führt zu differenzierten Aufgabenangeboten undLeistungsanforderungen. Da sich Lernen individuell vollzieht, müssenpersönliche Entwicklungsprozesse und Anstrengungsbereitschaft bei derLeistungsbeurteilung berücksichtigt und entsprechend rückgemeldet werden. Phasendes Lernens sollen deutlich von Phasen der Leistungsbewertung abgegrenztwerden.

Wichtig ist uns in jedem Falle eineLernatmosphäre, in der Kinder gerne lernen und Lehrerinnen und Lehrer gerneunterrichten – entsprechend unserem Leitbild „Wer mit Freude lernt, lerntbesser“.Die Lehrkräftebeurteilen daher grundsätzlich wertschätzend und ermutigend. DieLeistungsbewertung erfolgt in einer potenzialorientierten und nichtdiskriminierenden Form. In einem positiven Lern- und Leistungsklima sind Fehlererlaubt und werden als Entwicklungschance betrachtet.

 

2.   Funktionen vonLeistungsbewertung

Leistungsbeurteilung und -bewertung sind im aktuellen Schulsystemunerlässlich. Leistungserfassung hat einerseits den Zweck, dem Lernendenselbst, aber auch Eltern und Lehrkräften Orientierung über das individuelleKompetenzniveau und den Lernbedarf zu geben, d.h. zu zeigen, welche Kompetenzenin welchem Umfang erreicht wurden, wo Stärken oder auch Schwächen liegen.

Die Kenntnis der eigenen Leistungsfähigkeit kann für Schüler sowohlmotivierend wirken als auch hilfreich sein zur Einschätzung der nächstenLernschritte. Hier setzt auch die Lernbegleitung an als Optimierung desindividuellen Lernens. So hilft die Diagnose von Lernschwierigkeiten denUnterstützungsbedarf des einzelnen Schülers einzuschätzen und eineentsprechende Förderung zu gewährleisten.Lernbegleitung auf der Grundlage von Diagnose umfasst dabei auch denBereich der Elternarbeit, eigentlich alle Beratungsbereiche unserer Schule.

Des Weiteren dient die Leistungserfassung auch dem Lehrer/der Lehrerinals Rückmeldung über die Wirksamkeit des eigenen Unterrichtens und kann sohelfen, den Unterricht und das Lernen zu verbessern.DieErgebnisse aller Lernstands- und Lernerfolgsüberprüfungen sind also Anlass, dieZielsetzungen und Methoden des Unterrichts zu überprüfen und gegebenenfalls zumodifizieren.

Neben den pädagogischen Funktionen hat die Notengebung über die Zuteilungvon akademischen und beruflichen Chancen natürlich auch eine gesellschaftliche Funktion,da Schulnoten und Kurszuweisungen den Zugang zu höheren Bildungsabschlüssenregeln.

Noten haben an unserer Schule keine Disziplinierungsfunktion!

 

3.     Wertschätzung von Leistungen jenseits vonNoten

Oft wird bei der Beurteilung von Schülerleistungen der Fokus aufSchulnoten gelegt, doch stellen die Schülerinnen und Schüler derGeschwister-Scholl-Gesamtschule auch außerhalb des Unterrichts ihre kreativen,sportlichen, musikalischen, fremdsprachlichen, sozialen … Leistungen unterBeweis. Uns ist es ein besonderes Anliegen, diese Leistungen wertzuschätzen,indem sie auf verschiedensten Wegen bekannt gemacht und damit derSchulöffentlichkeit zugänglich gemacht werden:

Leistungen in Wettbewerbenund in Sprachprüfungen auf freiwilliger Basis(HSK, Cambridge-Certificate, DELF, Big Challenge), erfolgreiche Teilnahme anMathematik-, Lese-, Literatur-, Sport-, Technik-Wettbewerben u.v.m. werden zumeinen auf der Homepage und am Schwarzen Brett der Schule, häufig auch in derlokalen Presse veröffentlicht, zum anderen werden die Schülerinnen und Schülerin einer halbjährlich stattfindenden Veranstaltung im Pädagogischen Zentrumpersönlich geehrt und mit kleinen Geschenken bedacht. Besondere Leistungen imRahmen von Veranstaltungen wie dem kurz vor den Sommerferien stattfindendenSportfest werden zeitnah mit entsprechenden Urkunden vor der Schülerschaftöffentlich wertgeschätzt.

Leistungen immusisch-künstlerischenBereichwerden der Schulgemeinde in Form vielfältiger Aufführungen und Ausstellungenzugänglich gemacht: Musicasso-Abend, Goethe-Abend, Aufführungen der DG- undLiteraturkurse, Ausstellungen der Kunst-Kurse usw. bereichern das Schullebenund bieten Gelegenheit, das Ergebnis oft monatelanger Arbeitsprozesse derSchüler,- Eltern- und Lehrerschaft zu präsentieren.

Soziales Engagementzeigen unsere Schülerinnen und Schüler ebenfallsauf vielfältige Weise. Die Arbeit der SV, die sich z.B. mit regelmäßigen Aktionengegen Rassismus und Ausgrenzung hervortut, Schülerinnen und Schüler, die dasSozialpraktikum absolvieren, Holocaust-Gedenkfeiern organisieren, demSchulsanitätsdienst oder der Gruppe von Streitschlichtern angehören, werdendurch entsprechende Zeugnisbemerkungen und ebenfalls turnusmäßig imPädagogischen Zentrum geehrt.

Allgemein gilt:

Alle Belobigungen erfolgenmöglichst zeitnah zu dem jeweiligen Ereignis. Die Information der Schulleitungerfolgt durch die Fachlehrerinnen und Fachlehrer, die nach Möglichkeit auchArtikel für die Presse und Homepage erstellen und diese zusammen mit Fotos andie Koordinatorin für Öffentlichkeitsarbeit weiterleiten.

4.     Transparente Leistungserwartungen

Die Geschwister-Scholl-Gesamtschule hat sich zum Ziel gesetzt, ihreSchülerinnen und Schüler zuselbstständigen und verantwortungsbewusstenMenschen zu erziehen. Daraus ergibt sich für die Leistungsbewertung dieForderung nach Transparenz. Eine zunehmende Selbstständigkeit setzt voraus,dass die Schülerinnen und Schüler wissen, was bei einer Leistungsüberprüfungvon ihnen verlangt wird und welche Kriterien zur Bewertung herangezogen werden.Nur so werden Lernende in die Lage versetzt, aus den Ergebnisrückmeldungengeeignete Konsequenzen für ihr weiteres Lernen zu ziehen.

 

Transparenz in Bezug aufLeistungserwartungen bedeutet, den Schülerinnen und Schülern ein Lernangebot zumachen, das sich an den gültigen Richtlinien und ihrem Leistungsvermögenorientiert und dieses Angebot verständlich zu kommunizieren. RegelmäßigeRückmeldungen der Lehrerinnen und Lehrer über den derzeitigen Leistungsstandund die Möglichkeiten der Leistungsverbesserung auf der Grundlage derSelbsteinschätzung der Schülerinnen und Schüler gehören zu unseren wichtigstenpädagogischen Zielsetzungen (vgl. auchMeyer,Hilbert (2004):Was ist guter Unterricht?(Cornelsen) Berlin, S.113 ff.). (siehe auch unter Punkt 9„Feedback und Beratung“)

 

 

5.     Aufgabender Fach- und Kleinkonferenzen

 

Die Grundsätze derLernerfolgsüberprüfung und Leistungsbewertung werden in denFachkonferenzenauf der Basis der Vorgaben in den Kernlehrplänen der jeweiligen Fächerfestgelegt. Die Fachkonferenzen tagen mindestens zweimal jährlich zuvorgegebenen Terminen. Sie erstellen und evaluieren fortlaufend dieschulinternen Lehrpläne und beraten über Ziele, Arbeitspläne, Diagnose- und Evaluationsmaßnahmenbzw. -ergebnisse und entsprechende Maßnahmen, die sich ggf. aus den Ergebnissenz.B. zentraler Prüfungen (VERA 8, ZP 10, Zentralabitur) und Vergleichsarbeitenergeben. Sie wählen geeignete Schulbücher, Materialien und Medien für diejeweiligen Fächer aus, die ein grundsätzlich binnendifferenziertes Arbeiten inden Unterrichten ermöglichen.

 

Die Kolleginnen undKollegen, die ein Fach in jeweils einem Jahrgang unterrichten, treffen sich zumindestens 4Kleinkonferenzen(KKs) pro Schuljahr, die ebenfalls imTerminer festgelegt sind. Sie einigen sich auf der Basis der einzelnenUnterrichtsvorhaben u.a. auf einheitliche Bewertungskriterien des Beurteilungsbereichs„Sonstige Leistungen“. Diese werden mit einer ungefähren prozentualenGewichtung versehen jährlich neu in einem Ordner festgehalten, auf den alleKolleginnen und Kollegen – auch neue Lehrkräfte – jederzeit Zugriff haben undverbindlichen Charakter besitzen. Die Kolleginnen und Kollegen sindverpflichtet, diese Bewertungskriterien den Schülerinnen und Schülern zu Beginnder jeweiligen Unterrichtsvorhaben in verständlicher Weise transparent zumachen.

 

Zusätzlich werden indiesen KKs oft einheitliche Klassenarbeiten bzw. andere Formen schriftlicherLeistungsüberprüfung konzipiert und wird eine kompetenzorientierteKorrekturpraxis abgestimmt.

In den KKs erfolgt aucheine vergleichende Auswertung der Ergebnisse von VERA 8 in sog.Auswertungskonferenzenzum Ende des Schuljahres. Weiterreichende Maßnahmen werden in denFachkonferenzen diskutiert und beschlossen (s.o.).

 

Die Kolleginnen undKollegen, die in Fächern bzw. Jahrgängen unterrichten, in denen Schülerinneneine E- bzw. G-Kurs-Zuweisung erhaltenhaben, jedoch weiterhin äußerlich undifferenziert in den Stammgruppenunterrichtet werden (Deutsch, Englisch, Mathematik und Physik in den Jahrgängen9 und 10), kooperieren meist in noch intensiverem Maße in monatlichenDifferenzierungs-KKs,die ebenfalls im Terminer vorgegeben sind. Sie treffen detaillierte Absprachenim Hinblick auf gemeinsam gestellte Klassenarbeiten und Tests mitdifferenzierten Leistungsanforderungen, entwickeln kompetenzorientierteBewertungsraster, erstellen und sammeln Materialien und differenzierte Aufgabenfür die Unterrichte. Ziel dieser arbeitsintensiven Kooperation ist es u.a., einvielfältiges Angebot zum Fordern und Fördern in den Unterrichten unterbreitenzu können und den Übergang von Grund- in Erweiterungskurse so lange wie möglichoffen zu halten.

 

6.     Derrechtliche Rahmen

 

DieKernbestimmungen zur Beurteilung von Schülerleistungen in der Sekundarstufe Ifinden sich im Schulgesetz (§48) und in der APO-SI. Die APO-SI (Ausbildungs-und Prüfungsordnung Sekundarstufe I) bildet auch den rechtlichen Rahmen für dieDurchführung der Zentralen Abschlussprüfungen in D, M, E am Ende derJahrgangsstufe 10. Ergänzt werden diese Normen durch eine Reihe von Erlassenwie dem sog. LRS-Erlass, dem Hausaufgaben-Erlass und dem Erlass zurLernstandserhebung (s.u.).

Fürdie Sekundarstufe II regelt formal die Verordnung über den Bildungsgang und dieAbiturprüfung in der gymnasialen Oberstufe (APO-GOSt) 7, 3. Abschnitt § 13 -19(Stand: 01.07.2011), die Beurteilung der Schülerleistungen. Gleichzeitig findendie Vorgaben der Kernlehrpläne für die jeweiligen Fächer Berücksichtigung.

 

Dierechtlichen Grundlagen für die sonderpädagogische Förderung an Schulen in NRWsind im Schulgesetz und in der Verordnung über die sonderpädagogische Förderung(AO-SF) geregelt.

 

DieBeurteilung von Schülerleistungen in der Sekundarstufe I und II wird geregeltdurch…

 

… das Schulgesetz § 48

https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_bes_text?anw_nr=2&gld_nr=2&ugl_nr=223&bes_id=7345&aufgehoben=N&menu=1&sg=#det290387

… die Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die Sekundarstufe I (APO-SI § 6)

http://www.schulministerium.nrw.de/docs/Recht/Schulrecht/APOen/HS-RS-GE-GY-SekI/APO_SI.pdf

… die Verordnung über den Bildungsgang und die Abiturprüfung in der gymnasialen Oberstufe (APO -GOSt) § 13 -17

https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_bes_text?anw_nr=2&gld_nr=2&ugl_nr=223&bes_id=12644&aufgehoben=N&menu=1&sg=0#NORM(s. Anhang)

 

und außerdem ergänzt durch eine Reihe von Erlassen:

LRS-Erlass

http://www.schulministerium.nrw.de/docs/Recht/Schulrecht/Erlasse/LRS-Erlass.pdf (s. Anhang)

Hausaufgaben-Erlass

http://www.schulministerium.nrw.de/docs/Recht/Schulrecht/Erlasse/hausaufgaben_erlass.pdf

Erlass zur Lernstanderhebung

http://www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/lernstand8/upload/download/mat_2012/Erlass_Zentrale_Lernstandserhebungen_Stand_25.2.2012.pdf

Unterricht für Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte

Runderlass des MSW, BASS 13-63, Nr. 3 (s. Anhang)

 

7.     Formen der Lernerfolgsüberprüfung

 

a)    Klassen- und Kursarbeiten

 

Grundsätzlich müssen Lernerfolgsüberprüfung undLeistungsbewertung so angelegt sein, dass sie die Lernentwicklung bzw. denLernstand der Schülerinnen und Schüler angemessen erfassen und Grundlage fürdie weitere Förderung der Schülerinnen und Schüler sind. (vgl.Referenzrahmen Schulqualität, Kriterium2.4.2, S. 27).

DieKorrekturen und KommentierungenvonÜberprüfungen müssen daher Aufschluss über den Stand der individuellenLernentwicklung geben und den Lernenden Hilfen für das weitere Lernen an dieHand geben. Motivierende Hinweise sollten Anreize bieten und dieAnstrengungsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler fördern.

Klassen- und Kursarbeiten werden gemäß den in denKernlehrplänen der Fächer spezifisch festgelegten Aufgabentypen konzipiert.Dabei sollten verschiedene Aufgabenarten (geschlossene, halboffene und offene)berücksichtigt werden. Die Aufgabenstellungen müssen alleAnforderungsbereicheberücksichtigen: I. Reproduktion; II. Reorganisation/Transfer; III. Reflexionund Problemlösung. Als Anhaltspunkt für die Gewichtung der Anforderungsbereichekann die folgende Übersicht dienen:

Bewertungstabelle

Die Anforderungsbereiche können wie folgt gewichtet werden:

AF I

15 - 30%

AF II

25 - 40%

AF III

15 - 30%

Darstellungsleistung

10 - 15%

 

Bei jüngeren Schülerinnenund Schülern hat der AF I mehr Gewicht; dies verschiebt sich dann nach und nachin den AF II als Schwerpunkt der Anforderungen. Außerdem wird bei derGewichtung auch der Aufgabentyp berücksichtigt.(Quelle: BRA, Leistungsbewertungskonzept für die SEK I an Schulen deslängeren gemeinsamen Lernens, S. 10)

Für die Jahrgänge 11-13gilt: Der Schwerpunkt der zu erbringenden Prüfungsleistung liegt imAnforderungsbereich II. Im Grundkurs werden die Anforderungsbereiche I und II,im Leistungskurs die Anforderungsbereiche II und III stärker akzentuiert.

Die Bewertung von Klassen- und Kursarbeiten erfolgtunter Berücksichtigung der AspekteVerstehens- und Darstellungsleistung,je nach Fach und inhaltlichem Schwerpunkt allerdings in unterschiedlicherGewichtung (s.o.). So kommt der Darstellungsleistung in Fächern wie Deutschoder den Fremdsprachen eine erheblich größere Bedeutung zu.

Den Anforderungsbereichen sind fachspezifischteilweise verschiedene sog.Operatoren(Handlungs-anweisungen)zugeordnet.

Die Schülerinnen und Schüler werden entsprechend ihremBildungsgang mit Aufgabentypen, Aufgabenformaten und Aufgabenstellungen derZentralen Prüfungen 10, der zentralen Klausuren am Ende der gymnasialenEinführungsphase und des Zentralabiturs vertraut gemacht.

Unabhängig von der Überprüfungsform sollte möglichsteineBepunktungfür alle Aufgaben erfolgen, wobei angemessene Punkteauch für leichtere Aufgaben vergeben werden. Erreichten Basiskompetenzen wirdein hoher Prozentsatz der zu erlangenden Punkte zugeordnet.

Die Festlegung der Punkte-Noten-Zuordnung sollte sichzunehmend an den Kriterien der Zentralen Prüfung 10 orientieren:

 

Punktzahl in %

Note

100% - 87%

sehr gut

86% - 73%

gut

72% - 59%

befriedigend

58% - 45%

ausreichend

44% - 18%

mangelhaft

17% - 0%

ungenügend

 

(Quelle: BRA, Leistungsbewertungskonzept für die SEKI an Schulen des längeren gemeinsamen Lernens, S. 10)

 

In der Sekundarstufe II kannder Bewertungsschlüssel sich an den fachspezifischen Vorgaben für dasZentralabitur orientieren und den Klausuren der Sekundarstufe II zugrundegelegt werden.

 

DieBASS(Stand: 15.08.2015)regelt in§ 48dieGrundsätzeder Leistungsbewertungin derSek I:

 

„(1)Die Leistungsbewertung soll über den Stand des Lernprozesses der Schülerin oderdes Schülers Aufschluss geben; sie soll auch Grundlage für die weitereFörderung der Schülerin oder des Schülers sein. Die Leistungen werden durchNoten bewertet. Die Ausbildungs- und Prüfungsordnungen können vorsehen, dassschriftliche Aussagen an die Stelle von Noten treten oder diese ergänzen.

 

(2)Die Leistungsbewertung bezieht sich auf die im Unterricht vermitteltenKenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten. Grundlage der Leistungsbewertung sindalle von der Schülerin oder dem Schüler im Beurteilungsbereich „SchriftlicheArbeiten“ und im Beurteilungsbereich „Sonstige Leistungen im Unterricht“erbrachten Leistungen. Beide Beurteilungsbereiche werden bei derLeistungsbewertung angemessen berücksichtigt.

 

(3)Bei der Bewertung der Leistungen werden folgendeNotenstufenzu Grundegelegt:

1.sehr gut (1)

DieNote „sehr gut“ soll erteilt werden, wenn die Leistung den Anforderungen imbesonderen Maße entspricht.

2.gut (2)

DieNote „gut“ soll erteilt werden, wenn die Leistung den Anforderungen vollentspricht.

3.befriedigend (3)

DieNote „befriedigend“ soll erteilt werden, wenn die Leistung im Allgemeinen denAnforderungen entspricht.

4.ausreichend (4)

DieNote „ausreichend“ soll erteilt werden, wenn die Leistung zwar Mängel aufweist,aber im Ganzen den Anforderungen noch entspricht.

5.mangelhaft (5)

DieNote „mangelhaft“ soll erteilt werden, wenn die Leistung den Anforderungennicht entspricht, jedoch erkennen lässt, dass die notwendigen Grundkenntnissevorhanden sind und die Mängel in absehbarer Zeit behoben werden können.

6.ungenügend (6)

DieNote „ungenügend“ soll erteilt werden, wenn die Leistung den Anforderungennicht entspricht und selbst die Grundkenntnisse so lückenhaft sind, dass dieMängel in absehbarer Zeit nicht behoben

werdenkönnen.

 

(4)Werden Leistungen aus Gründen, die von der Schülerin oder dem Schüler nicht zuvertreten sind, nicht erbracht, können nach Maßgabe der Ausbildungs- undPrüfungsordnung Leistungsnachweise nachgeholt und kann der Leistungsstand durcheine Prüfung festgestellt werden.

 

(5)Verweigert eine Schülerin oder ein Schüler die Leistung, so wird dies wie eineungenügende Leistung bewertet.

 

(6)Neben oder an Stelle der Noten nach Absatz 3 kann die Ausbildungs- undPrüfungsordnung ein Punktsystem vorsehen. Noten- und Punktsystem müssen sichwechselseitig umrechnen lassen.“

 

„Soweites die Behinderungen oder der sonderpädagogische Förderbedarf einer Schülerinoder eines Schülers erfordert, kann der Schulleiter Vorbereitungszeiten undPrüfungszeiten angemessen verlängern und sonstige Ausnahmen vomPrüfungsverfahren zulassen. Entsprechendes gilt bei einer besonders schwerenBeeinträchtigung des Lesens und Rechteschreibens. Die fachlichenLeistungsanforderungen bei Abschlüssen und Berechtigungen bleibenunberührt.“                              (Quelle: APO-SI: § 6)

 

Klassenarbeitenwerden in der Sekundarstufe I in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematikgeschrieben. Weitere Fächer mit Klassenarbeiten sind in derAusbildungs-und Prüfungsordnunggeregelt.

 

Anzahlund Dauer von Klassen- und Kursarbeiten sind verbindlich vorgegeben:

 

Jg.

Ma

D

EN

WP

5

6 (bis zu 1 Std)

6 (1 Std)

6 (bis zu1 Std)

---

6

6 (bis zu 1 Std)

6 (1 Std)

6 (bis zu1 Std)

6 (bis zu 1 Std)

7

6 (1 Std)

6 (1-2 Std)

6 (1 Std)

4 – 6 (bis zu 1 Std)

8

5 (1-2 Std) + LES

5 (1-2 Std) + LES

5 (1-2 Std.) +LES

4 – 5 (1 Std)

9

4-5 (1-2 Std)

4-5 (2-3 Std)

4-5 (1-2 Std)

4 – 5 (1 – 2 Std)

10

4-5 (2 Std) + ZP

4-5 (2-3 Std) + ZP

4-5 (2 Std) + ZP

4 – 5 (1 – 2 Std)

(1 Std. entspricht 45 Minuten.)

 

SchriftlicheKlassenarbeiten sind, soweit möglich, gleichmäßig auf die Schulhalbjahre zuverteilen, vorher rechtzeitig anzukündigen, in einem Zeitraum von maximal dreiWochen zu korrigieren und zu benoten, zurückzugeben und zu besprechen. Vor derRückgabe und Besprechung darf in demselben Fach keine neue Klassenarbeitgeschrieben werden. Klassenarbeiten dürfen nicht am Nachmittag geschriebenwerden.

 

In der Sekundarstufe Iwerden grundsätzlich nicht mehr als zwei Klassenarbeiten in einer Wochegeschrieben. Dies beinhaltet auch mündliche Leistungsüberprüfungen in modernenFremdsprachen anstelle einer Klassenarbeit. Über Ausnahmen im Einzelfallentscheidet die Schulleitung.

Pro Tag darf nur eineschriftliche Klassenarbeit geschrieben oder eine mündliche Leistungsüberprüfungin modernen Fremdsprachen durchgeführt werden. An diesen Tagen dürfen keineanderen schriftlichen Leistungsüberprüfungen stattfinden, zum Beispiel keineTests.

Nach Möglichkeit sollen inWochen mit zwei Klassenarbeiten keine zusätzlichen schriftlichenLeistungsüberprüfungen stattfinden.

 

Die Verteilung derArbeiten auf das Halbjahr erfolgt in allen Fächern (Deutsch, Englisch,Mathematik, Wahlpflichtfach, Latein) auf Vorschlag der jeweiligen KKs durch diezuständige Abteilungsleitung. Der Plan wird zu Anfang des Halbjahresausgehängt. Die Arbeiten des jeweiligen Faches werden in den parallelen Klassenbzw. Kursen innerhalb derselben Woche, bei identischen Arbeiten am selben Taggeschrieben. Dies gilt auch für den Wahlpflichtbereich.

 

Für die Oberstufe wirddurch die Oberstufenleiterin ein Klausurplan erstellt, der zu Anfang desHalbjahres ausgehängt wird.Für dieSekundarstufe II gelten ansonsten § 14APO-GOStund die Verwaltungsvorschriften zu § 14 APO-GOSt (s. Anhang).

 

BeobachtbareMängel in der textangemessenen Versprachlichung sind zu unterscheiden vonVerstößen gegen sprachliche Richtigkeit. Letztere werden überwiegend durch dieFehlerzeichen G, R, Z erfasst. Fehler, die sich innerhalb einer Arbeitwiederholen, werden in der Regel mit „s. o.“ (z. B. „R s.o.“) gekennzeichnetund nicht gewertet. Wenn jedoch eine erneute Berücksichtigung für die Bewertungsachlich geboten sein sollte, so wird das Korrekturzeichen wiederholt. EineGewichtung von Fehlern nach halben (–), ganzen (|) und Doppelfehlern (+) kannnach pädagogischem Ermessen der Fachlehrkraft vorgenommen werden. EinFehlerquotient wird nicht errechnet.

 

Dienachfolgenden Korrekturzeichen gelten für alle Fächer. Falls Fächerweitergehende Korrekturzeichen aufweisen, werden diese in den fachspezifischenLeistungsanforderungen ausgewiesen.

Zeichen

Beschreibung

R

Rechtschreibung

Z

Zeichensetzung

G*

Grammatik (wenn nicht weiter spezifiziert, auch Syntax)

W**

Wortschatz

 

* Zur Spezifizierung vonGrammatik- und Syntaxfehlern stehen zudem folgende Korrekturzeichen zurVerfügung:

Zeichen

Beschreibung

T

Tempus

M

Modus

N

Numerus

Sb

Satzbau

St

Wortstellung

Bz

Bezug

 

** Zur Spezifizierung vonWortschatzfehlern stehen zudem folgende Korrekturzeichen zur Verfügung:

Zeichen

Beschreibung

A

Ausdruck/unpassende Stilebene o. Ä.

FS

Fachsprache (fehlend/falsch)

 

Zeichen für dieinhaltliche Korrektur:

Zeichen

Beschreibung

ü

richtig (Ausführung/Lösung/etc.)

f

falsch (Ausführung/Lösung/etc.)

(ü)

folgerichtig (richtige Lösung auf Grundlage einer fehlerhaften Annahme/ Zwischenlösung)

h

ungenau (unterschlängelte Ausführung/Lösung/etc.)

[-]

Streichung (überflüssiges Wort/Passage)

√ / #

Auslassung

Wdh

Wiederholung,

 

(Quelle: Bildungsportal NRW:https://www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/abitur-gost/fach.php?fach=6(Stand 26.01.2015) 

 

DieFörderung in derdeutschen Spracheist Aufgabe des Unterrichts in allen Fächern. HäufigeVerstöße gegen die sprachliche Richtigkeit in der deutschen Sprache müssen beider Festlegung der Note angemessen berücksichtigt werden. Dabei sindinsbesondere das Alter, der Ausbildungsstand und die Muttersprache derSchülerinnen und Schüler zu beachten(§ 6 Abs. 5APO-S I).

 

Die Lehrerinnen und Lehreraller Fächer haben die Aufgabe, die Schülerinnen und Schüler im mündlichen undschriftlichen Gebrauch der deutschen Sprache zu fördern. Dazu machen siegrundsätzlich auch außerhalb des Deutschunterrichts auf Fehler aufmerksam,geben regelmäßig schriftliche und mündliche Rückmeldungen über Leistungen inder deutschen Sprache und korrigieren Fehler. Wenn dennoch häufig gegen den imUnterricht vermittelten und gründlich geübten Gebrauch der deutschen Spracheverstoßen wird, kann dies zur Absenkung der Note um bis zu eine Notenstufeführen. Dies gilt nicht für Schülerinnen und Schüler mitLese-Rechtschreib-Schwäche(LRS, s. Anhang).

 

Arbeitsgemeinschaftensind freiwillige und zusätzliche Unterrichtsveranstaltungen, diesich nicht auf die Fächer der Stundentafeln beziehen müssen. Sie werden nichtauf die nach den Stundentafeln vorgesehene Wochen- oder Jahresstundenzahlangerechnet und nicht benotet. Die Teilnahme daran wird jedoch auf dem Zeugnisbescheinigt.(Quelle:Bildungsportal: Leistungsbewertung,Klassenarbeiten)

 

DasVorgehen beiTäuschungenregelt in der Sekundarstufe I die APO SI §6, Absatz7 und in der Sekundarstufe II APO-GOST § 13:

Beieinem Täuschungsversuch …

-       kann demSchüler/der Schülerin aufgegeben werden, den Leistungsnachweis zu wiederholen,

-       könneneinzelne Leistungen, auf die sich der Täuschungsversuch bezieht, für ungenügenderklärt werden oder

-       kann,sofern der Täuschungsversuch umfangreich war, die gesamte Leistung fürungenügend erklärt werden.

 

An der Geschwister-Scholl-Gesamtschulewerden auchSchülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarfunterrichtet, die in Abhängigkeit von ihrem Förderbedarf „zielgleich“ oder„zieldifferent“ unterrichtet und beurteilt werden. Grundlage dieser „zieldifferenten“Förderung sind individuelle Förderpläne, die von den Lehrkräften für dieseSchülerinnen und Schüler erstellt werden. Die besonderen Regelungen, die esdiesbezüglich an unserer Schule gibt, sind im GU-Konzept festgeschrieben.

 

Der Unterricht und dieLeistungsbeurteilung fürSchülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichteist ebenfalls in einem Erlass geregelt (s.o. Nr. 6 und Anhang). Die besonderenRegelungen, die die Geschwister-Scholl-Gesamtschule darüber hinaus getroffenhat, sind im DaZ-Konzept festgehalten.

 

 

b)    SonstigeLeistungen

 

Zum Beurteilungsbereich„Sonstige Leistungen“ gehören alle im Zusammenhang mit dem Unterrichterbrachten mündlichen und praktischen Leistungen sowie gelegentliche kurzeschriftliche Übungen

in allen Fächern. DieLeistungen bei der Mitarbeit im Unterricht sind bei der Beurteilung ebenso zuberücksichtigen wie die übrigen Leistungen(APO-SI§ 6 Absatz 2).

 

Die Kompetenzerwartungender Kernlehrpläne ermöglichen eineVielzahl von Überprüfungsformen, vondenen ein möglichst breites Spektrum zum Einsatz gebracht werden soll. Zu denfür alle Fächer verbindlichen Kriterien in diesem Bereich gehören die mündlicheMitarbeit in Unterrichtsgesprächen, die Einzelarbeit, Referate, die Mitarbeitbei Gruppen- und Partnerarbeit sowie die Präsentation von Ergebnissen,Hausaufgaben und schriftliche Übungen.

 

SchriftlicheÜbungenbzw. Leistungsüberprüfungen sind in allen Fächernmöglich. Sie müssen sich auf einen begrenzten Stoffbereich in unmittelbarem Zusammenhangmit dem jeweiligen Unterricht beziehen und sollten den Rahmen von 15-20 Minutennicht überschreiten. Bei der Bildung der Gesamtnote werden solche Testsangemessen berücksichtigt, also keinesfalls wie eine Klassenarbeit, sondernmachen insgesamt maximal 20 % der Note „Sonstige Leistungen“ aus.

 

Der Stand des Wissens/derKompetenzentwicklung wird sowohl durchpunktuelle Überprüfungenals auchdurchBeobachtungen während des Schuljahresfestgestellt. Hierzu istbesonders die Arbeit mit Lerntagebüchern und Portfolios geeignet, da diesenicht nur Auskünfte über den aktuellen Lernstand geben, sondern auch über denLernprozess, sodass über diese sowohl eine Leistungsbeurteilung wie auch eineLerndiagnose möglich ist.

 

In der Sekundarstufe I besteht bezüglich derLeistungsbewertung eineHolschuld des Lehrers, die ihn verpflichtet beizurückhaltenden stillen Schülern Mitarbeit, sprich Leistung, durch verschiedeneAngebote einzufordern: Die „mündliche Mitarbeit“ ist nur einBeurteilungsbereich neben vielen anderen.

In der Sekundarstufe II besteht bezüglich derLeistungen eineBringpflicht des Schülers(auf die wir uns aber nichtzurückziehen sollten). Die Beobachtungen zur „Sonstigen Mitarbeit“ werden vonder Lehrkraft kontinuierlich dokumentiert.

 

8.     Fachspezifische Leistungsmessung und-beurteilung

Für die Bewertung der sonstigen Leistungen haben dieFachkonferenzen formale Festlegungen für die Notenbildung erarbeitet undverabschiedet. Diese Unterlagen sind unter den Informationen zu den Fächern einsehbar.

 

9.      Feedback und Beratung

Lernen und Leisten ist immer ein individueller Prozess undbenötigt daher ein differenziertes und vielfältiges Anregungspotenzial. Die Schülerinnenund Schüler der Geschwister-Scholl-Gesamtschule erhalten daher ein prozessbegleitendesFeedback über ihre Stärken und Schwächen mit dem Ziel der Lernberatung undFörderung. Zudem konferieren die Lehrkräfte systematisch und tauschen sich überdie personale und soziale Kompetenzentwicklung der Schülerinnen und Schüleraus. Auch diese Ergebnisse werden regelmäßig rückgemeldet.

Die Selbstbeurteilung eines Schülers/einer Schülerin unterstütztdie Ausbildung eines realistischen Selbstbildes.Daher arbeiten wir im Unterricht ebenso wie in Leistungskontrollen häufigmit Wahl-Aufgaben bzw. Materialien unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades undim Rahmen unsererLernentwicklungsgespräche(siehe dort) mitSelbsteinschätzungsbögen und verbindlichen Zielvereinbarungen.

 

 

 

 

 

10.   Anhang

(BASS-Auszug)

Stand:01.06.2015

13-32 Nr.3.1

Verordnung über den Bildungsgang und die Abiturprüfung in der gymnasialenOberstufe (APO-GOSt)

Vom 5.Oktober 1998

 

3.Abschnitt:Leistungsbewertung

 

§ 13

Grundsätzeder Leistungsbewertung, Nachteilsausgleich

(1) Im Kurssystem der gymnasialenOberstufe ergibt sich die jeweilige Kursabschlussnote in einem Kurs mitschriftlichen Arbeiten (Klausuren) aus den Leistungen im Beurteilungsbereich„Klausuren“

(§14) und den Leistungen imBeurteilungsbereich „Sonstige Mitarbeit“ (§ 15). Die Kursabschlussnote wirdgleichwertig aus den Endnoten beider Beurteilungsbereiche gebildet. Eine reinrechnerische Bildung der Kursabschlussnote ist unzulässig, vielmehr ist dieGesamtentwicklung der Schülerin oder des Schülers im Kurshalbjahr zuberücksichtigen. Bei Kursen ohne Klausuren ist die Endnote imBeurteilungsbereich „Sonstige Mitarbeit“ die Kursabschlussnote.

(2) Die Bewertung der Leistungenrichtet sich nach deren Umfang und der richtigen Anwendung der

Kenntnisse, Fähigkeiten undFertigkeiten sowie der Art der Darstellung. Bei der Bewertung schriftlicherArbeiten sind Verstöße gegen die sprachliche Richtigkeit in der deutschenSprache und gegen die äußere Form angemessen zu berücksichtigen. GehäufteVerstöße führen zur Absenkung der Leistungsbewertung um eine Notenstufe in derEinführungsphase und um bis zu zwei Notenpunkte gemäß § 16 Abs. 2 in derQualifikationsphase. Im Übrigen gelten die in den Lehrplänen festgelegtenGrundsätze.

(3) Die Lehrerin oder der Lehrer istverpflichtet, die Schülerinnen und Schüler zu Beginn des Kurses über die Zahlund Art der geforderten Klausuren und Leistungsnachweise im Beurteilungsbereich„Sonstige Mitarbeit“ zu informieren. Etwa in der Mitte des Kurshalbjahresunterrichtet die Lehrkraft die Schülerinnen und Schüler über den bis dahinerreichten Leistungsstand. Die Kursabschlussnote in Kursen des

letzten Halbjahres derQualifikationsphase wird vor der ersten Sitzung des Zentralen Abiturausschussesbekannt gegeben.

(4) Die Schülerinnen und Schülersind verpflichtet, die geforderten Leistungsnachweise zu erbringen. Verweigerteine Schülerin oder ein Schüler einzelne Leistungen oder sind Leistungen ineinem Fach aus

von ihr oder von ihm zu vertretendenGründen nicht beurteilbar, wird die einzelne Leistung oder die Gesamtleistungwie eine ungenügende Leistung bewertet (§ 48 Abs. 5 SchulG).

(5) Schülerinnen und Schülern, dieaus von ihnen nicht zu vertretenden Gründen die erforderlichenLeistungsnachweise nicht erbracht haben, ist Gelegenheit zu geben, dievorgesehenen Leistungsnach-weise nachträglich zu erbringen. Im Einvernehmen mitder Schulleiterin oder dem Schulleiter kann die Fachlehrkraft denLeistungsstand auch durch eine Prüfung feststellen (§ 48 Abs. 4 SchulG).

(6) Bei einem Täuschungsversuch

a) kann der Schülerin oder demSchüler aufgegeben werden, den Leistungsnachweis zu wiederholen, wenn derUmfang der Täuschung nicht feststellbar ist,

b) können einzelne Leistungen, aufdie sich der Täuschungsversuch bezieht, für ungenügend erklärt werden,

c) kann die gesamte Leistung fürungenügend erklärt werden, wenn es sich um einen umfangreichenTäuschungsversuch handelt. Wird eine Täuschungshandlung erst nach Abschluss derLeistung

festgestellt, ist entsprechend zuverfahren.

(7) Soweit es die Behinderung oderder sonderpädagogische Förderbedarf einer Schülerin oder eines Schülerserfordert, kann die Schulleiterin oder der Schulleiter Vorbereitungszeiten undPrüfungszeiten

angemessen verlängern und sonstigeAusnahmen vom Prüfungsverfahren zulassen; in Prüfungen mit landeseinheitlichgestellten Aufgaben entscheidet an Stelle der Schulleiterin oder desSchulleiters die

obere Schulaufsichtsbehörde.Entsprechendes gilt bei einer besonders schweren Beeinträchtigung des Lesensund Rechtschreibens.

Die fachlichenLeistungsanforderungen bei Abschlüssen und Berechtigungen bleiben unberührt.

 

§ 14

Beurteilungsbereich„Klausuren“ und „Projekte“

(1) In der Einführungsphase sind inDeutsch, Mathematik, den Fremdsprachen je Halbjahr zwei, in einemgesellschaftswissenschaftlichen und einem naturwissenschaftlichen Fach jeHalbjahr ein bis zwei

Klausuren zu schreiben. DieSchülerin oder der Schüler kann weitere Grundkursfächer als Fächer mitKlausuren wählen. Eine Klausur in den Fächern Deutsch und Mathematik wirdlandeseinheitlich zentral

gestellt.

(2) In den ersten drei Halbjahrender Qualifikationsphase sind in den zwei Leistungskursfächern und in mindestenszwei von der Schülerin oder dem Schüler gewählten Grundkursfächern je zweiKlausuren zu

schreiben. Unter den Fächern mitKlausuren müssen die Abiturfächer, Deutsch, Mathematik, eine Fremdsprache, injedem Fall die in der Einführungsphase neu einsetzenden Fremdsprachen, und das

gemäß § 11 Abs. 5 gewähltePflichtfach sein. Im letzten Halbjahr der Qualifikationsphase ist im ersten bisdritten Abiturfach und in den in der Einführungsphase neu begonnenenFremdsprachen je eine Klausur zu schreiben.

(3) In der Qualifikationsphase wirdnach Festlegung durch die Schule eine Klausur durch eine Facharbeit ersetzt.Die Verpflichtung zur Anfertigung einer Facharbeit entfällt bei Belegung einesProjektkurses.

(4) In einer Woche dürfen für dieeinzelne Schülerin oder den einzelnen Schüler in der Regel nicht mehr als dreiKlausuren angesetzt werden. Die Klausuren sind in der Regel vorheranzukündigen. An einem

Tag darf in der Regel nur eineKlausur geschrieben werden. Für die Klausuren gelten im Übrigen die Richtlinienund Lehrpläne für den Unterricht in der gymnasialen Oberstufe. DieAufgabenstellung muss

auf die Anforderungen in derAbiturprüfung vorbereiten.

(5) Die Klausuren werden nachBenotung und Besprechung mit den Schülerinnen und Schülern diesen

mit nach Hause gegeben, damit dieEltern Kenntnis nehmen können; sie sind auf Verlangen spätestens nach einerWoche an die Schule zurückzugeben.

(6) Am Ende der Projektkurse wirdeine Jahresnote erteilt, die sich zu gleichen Teilen aus der Abschlussnote derbeiden Halbjahresleistungen im Bereich „Sonstige Mitarbeit“

und einer weitgehend eigenständigen Dokumentation,die in Umfang und Anforderungen den Ergebnissen zweier Schulhalbjahreentspricht, zusammensetzt. Bei Arbeiten, an denen mehrere Schülerinnen undSchüler beteiligt sind, muss die individuelle Schülerleistung erkennbar sein.

 

 

§ 15

Beurteilungsbereich„Sonstige Mitarbeit“

(1) Zum Beurteilungsbereich„Sonstige Mitarbeit“ gehören alle im Zusammenhang mit dem Unterricht erbrachtenschriftlichen, mündlichen und praktischen Leistungen mit Ausnahme der Klausurenund

der Facharbeit gemäß § 14 Abs. 3sowie der Dokumentation im Projektkurs gemäß § 11 Abs. 8.

(2) Die Formen der „SonstigenMitarbeit“ richten sich nach den Richtlinien und Lehrplänen für den Unterrichtin der gymnasialen Oberstufe.

 

§ 16

Notenstufenund Punkte

(1) Die in der Einführungsphaseerbrachten Schülerleistungen werden mit den Notenstufen gemäß § 48 Abs. 3SchulG bewertet.

(2) Die in der Qualifikationsphaseerteilten Kursabschlussnoten und die in der Abiturprüfung erteilten Notenwerden in Punkte übertragen. Dafür gilt folgender Schlüssel:

 

Note

Punkte nach

Notentendenz

Notendefinition

 

sehr gut

 

(15 - 13 Punkte)

 

Die Leistungen entsprechen den Anforderungen in besonderem Maße.

 

 

gut

 

(12 - 10 Punkte)

Die Leistungen entsprechen den Anforderungen voll.

 

befriedigend

 

(9 - 7 Punkte)

 

Die Leistungen entsprechen den Anforderungen im Allgemeinen.

 

ausreichend

 

(6 - 5 Punkte)

 

Die Leistungen weisen zwar Mängel auf, entsprechen aber im Ganzen noch den Anforderungen.

 

Schwach ausreichend

 

(4 Punkte)

 

Die Leistungen weisen Mängel auf und entsprechen den Anforderungen nur noch mit Einschränkungen.*)

 

mangelhaft

 

(3 - 1 Punkte)

 

Die Leistungen entsprechen den Anforderungen nicht, lassen jedoch erkennen, dass die notwendigen Grundkenntnisse vorhanden sind und die Mängel in absehbarer Zeit behoben werden können.

 

ungenügend

(0 Punkte)

 

Die Leistungen entsprechen den Anforderungen nicht und selbst die Grundkenntnisse sind so lückenhaft, dass die Mängel in absehbarer Zeit nicht behoben werden können.

 

*) Eine oder mehrere schwachausreichende Leistungen können dazu führen, dass die notwendigen Punktzahlengemäß §§ 19, 28 bis 31, 39 nicht erreicht werden

 

§ 17

BesondereLernleistung

(1) Im Rahmen der für dieAbiturprüfung vorgesehenen Punktzahl (§ 29) kann Schülerinnen und Schülern einebesondere Lernleistung an gerechnet werden, die im Rahmen oder Umfang einesmindestens zwei Halbjahre umfassenden Kurses erbracht wird. Als besondereLernleistung können ein umfassender Beitrag aus einem von den Ländern gefördertenWettbewerb oder die Ergebnisse des Projektkurses oder eines umfassendenfachlichen oder fachübergreifenden Projektes gelten.

(2) Die Absicht, eine besondereLernleistung zu erbringen, muss spätestens zu Beginn des zweiten Jahres derQualifikationsphase bei der Schule angezeigt werden. Die Schulleiterin oder derSchulleiter entscheidet in Abstimmung mit der Lehrkraft, die als Korrektorvorgesehen ist, ob die vorgesehene Arbeit als besondere Lernleistung zugelassenwerden kann. Die Arbeit ist spätestens bis zur Zulassung zur Abiturprüfungabzugeben, nach den Maßstäben und dem Verfahren für die Abiturprüfung zukorrigieren und zu bewerten. Ein Rücktritt von der besonderen Lernleistung mussbis zur Entscheidung über die Zulassung zur Abiturprüfung erfolgt sein. Ineinem Kolloquium von in der Regel 30 Minuten, das im Zusammenhang mit derAbiturprüfung nach Festlegung durch die Schulleitung stattfindet, stellt derPrüfling vor einem Fachprüfungsausschuss (§ 26) die Ergebnisse der besonderenLernleistung dar, erläutert sie und antwortet auf Fragen.

Die Endnote wird aufgrund derinsgesamt in der besonderen Lernleistung und im Kolloquium erbrachtenLeistungen gebildet; eine Gewichtung der Teilleistungen findet nicht statt.

(3) Bei Arbeiten, an denen mehrere Schülerinnenund Schüler beteiligt werden, muss die individuelle Schülerleistung erkennbarund bewertbar sein.

(4) In der besonderen Lernleistungsind maximal 15 Punkte erreichbar, die vierfach gewertet werden (§ 29 Abs. 2und 4).

 

§ 18

Bescheinigungüber die Schullaufbahn, Abgangszeugnisse, Konferenzen in derQualifikationsphase

(1) Am Ende des Schulhalbjahres wirdin den ersten drei Halbjahren der Qualifikationsphase eine Bescheinigung überdie Schullaufbahn erteilt, die die in den belegten Kursen erreichten Leistungenund Angaben zum Schulbesuch ausweist. Auf Kursabschlussergebnisse mit schwachausreichenden oder schlechteren Leistungen, auf nicht erfüllteBelegungsbedingungen, auf Wiederholungsmöglichkeiten und

-notwendigkeiten wird hierbeihingewiesen. § 5 Abs. 4 und 5 (Absatz 5 ist aufgehoben) gilt entsprechend.

(2) Wer aus der Qualifikationsphaseabgeht, erhält ein Abgangszeugnis mit den in den einzelnen Halbjahren derQualifikationsphase erreichten Kursabschlussnoten. § 5 Abs. 4 bis 6 (Absätze 5und 6 sind

aufgehoben) gilt entsprechend.

(3) Am Ende des Schulhalbjahresfindet in den ersten drei Halbjahren der Qualifikationsphase eine Konferenz derLehrkräfte statt, die die Schülerin oder den Schüler in der Jahrgangsstufeunterrichtet haben.

Für die Zusammensetzung und Leitungder Konferenz gilt § 9 Abs. 1. Die Konferenz berät über die Entwicklung derSchülerin oder des Schülers und über den Leistungsstand und stelltBeratungsnotwen-

digkeiten im Hinblick aufLeistungsdefizite und Belegungsnotwendigkeiten fest. Sie beschließt über denRücktritt und die Wiederholung gemäß § 19.

 

§ 19

Rücktrittund Wiederholung

(1) Wer in dem ersten Jahr derQualifikationsphase nicht mehr erfolgreich mitarbeiten kann, kann bis zum Endedes ersten Halbjahres der Qualifikationsphase auf Antrag in dieEinführungsphase zurücktreten. Die Leistungsbewertungen im ersten Durchgang deszweiten und dritten Halbjahres der gymnasialen Oberstufe und die Entscheidungüber die Versetzung in die Qualifikationsphase werden unwirksam. Am Ende deszweiten Halbjahres der Einführungsphase wird erneut über die Versetzung in dieQualifikationsphase entschieden.

(2) Eine Wiederholung des erstenJahres der Qualifikationsphase oder des zweiten und dritten Halbjahres derQualifikationsphase ist unter folgenden Voraussetzungen möglich oder notwendig:

1. Wer am Ende des zweiten oderdritten Halbjahres der Qualifikationsphase in zwei der belegten Leistungskursevier oder weniger Punkte der einfachen Wertung erreicht hat oder wessenZulassung zur Abiturprüfung im Grundkursbereich gefährdet erscheint, kann aufAntrag die beiden ersten Halbjahre oder das zweite und dritte Halbjahr derQualifikationsphase wiederholen.

2. Wer am Ende des zweiten oderdritten Halbjahres der Qualifikationsphase in vier der belegten Leistungskursevier oder weniger Punkte der einfachen Wertung erreicht hat, muss die beiden

zuletzt besuchten Halbjahrewiederholen. Die betreffende Jahrgangsstufe muss ebenfalls wiederholt werden,wenn in einem Leistungskurs null Punkte erreicht wurden oder wenn feststeht,dass Leistungsausfälle im Grundkursbereich bis zur Zulassung nicht mehraufholbarsind.

3. Die Leistungsbewertungen imersten Durchgang der wiederholten Halbjahre werden unwirksam.

(3) Wer nach der Wiederholung desersten Jahres der Qualifikationsphase nicht wenigstens in einem der vierbelegten Leistungskurse fünf Punkte der einfachen Wertung erreicht oder wereinen Leistungskurs mit null Punkten abgeschlossen hat, muss die gymnasialeOberstufe verlassen. Dies gilt auch, wenn feststeht, dass Leistungsausfälle imGrundkursbereich nicht mehr aufholbar sind oder wenn am Ende des drittenHalbjahres der Qualifikationsphase feststeht, dass dieZulassungsvoraussetzungen nicht mehr erfüllt werden können.

 

 

 

14-01 Nr. 1

Förderung

von Schülerinnen und Schülern

bei besonderen Schwierigkeiten imErlernen

des Lesens und Rechtschreibens (LRS)

RdErl. d.Kultusministeriums

v.19.07.1991 (GABl. NW. I S. 174)

 

4Leistungsfeststellung und -beurteilung

Soweit nachstehend nichtsAbweichendes bestimmt ist, gelten für Schülerinnen und Schüler mitSchwierigkeiten im Lesen und Rechtschreiben die allgemeinen Bestimmungen überdie Leistungsfeststellung und -beurteilung.

 

Für Schülerinnen und Schüler, dieeiner zusätzlichen Fördermaßnahme

bedürfen, gilt für die Klassen 2 bis6 und in besonders begründeten Einzelfällen auch für die Klassen 7 bis 10, anGymnasien mit achtjährigem Bildungsgang für die Klassen 7 bis 9, zusätzlich:

 

4.1 Schriftliche Arbeiten undÜbungen

Bei einer schriftlichen Arbeit oder Übungzur Bewertung der Rechtschreibleistung im Fach Deutsch und in den Fremdsprachenkann die Lehrerin oder der Lehrer im Einzelfall eine andere Aufgabe stellen,mehr Zeit einräumen oder von der Benotung absehen und die Klassenarbeit miteiner Bemerkung versehen, die den Lernstand aufzeigt und zur Weiterarbeitermutigt. In den Fremdsprachen können Vokabelkenntnisse durch mündlicheLeistungsnachweise erbracht werden. Die Erziehungsberechtigten sind über denLeistungsstand ihres Kindes zu informieren. Die Rechtschreibleistungen werdennicht in die Beurteilung der schriftlichen Arbeiten und Übungen im Fach Deutschoder in einem anderen Fach mit einbezogen.

 

4.2 Zeugnisse

Der Anteil des Rechtschreibens istbei der Bildung der Note im Fach Deutsch zurückhaltend zu gewichten.

In den Zeugnissen kann in der Rubrik„Bemerkungen“ aufgenommen werden, dass die Schülerin oder der Schüler an einerzusätzlichen LRS-Fördermaßnahme teilgenommen hat.

 

4.3 Versetzung

Bei Entscheidungen über dieVersetzung oder die Vergabe von Abschlüssen dürfen die Leistungen im Lesen undRechtschreiben nicht den Ausschlag geben.

 

4.4 Übergang zu Realschulen undGymnasien

Besondere Schwierigkeiten imRechtschreiben allein sind kein Grund, eine Schülerin oder einen Schüler fürden Übergang in die Realschule oder das Gymnasium bei sonst angemessenerGesamtleistung als nicht geeignet zu beurteilen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

13-63 Nr. 3

Unterricht

fürSchülerinnen

und Schüler

mitZuwanderungsgeschichte,

insbesondereim Bereich der Sprachen

RdErl. d. Ministeriumsfür Schule und Weiterbildung

v.21.12.2009 (ABl. NRW. 02/10 S. 93)

 

 

 

6. Prüfungen und Zeugnisse

6.1Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte erhalten Zeugnisse wiedeutsche Schülerinnen und Schüler.

6.2 BeiSchülerinnen und Schülern mit Zuwanderungsgeschichte, die erst seit kurzer Zeitin Deutschland sind, sollen bei der Beurteilung der Schülerleistungensprachlich bedingte Erschwernisse des Lernens

angemessenberücksichtigt und im Zeugnis erläutert werden. Die Klassenkonferenz als Versetzungskonferenzkann gemäß der Prognoseklausel in § 7 Abs. 4 Satz 2 AO-GS (BASS 13-11 Nr. 1.1) […]in eigener pädagogischer Verantwortung feststellen, ob eine Versetzung trotzNichterfüllung der Anforderungen möglich ist.

6.3Schülerinnen und Schüler, die regelmäßig am herkunftssprachlichen Unterrichtteilgenommen haben, legen am Ende ihres Bildungsgangs in der Sekundarstufe Ieine Sprachprüfung nach § 5 Abs. 3 APO-S I

auf derAnspruchsebene des angestrebten Abschlusses ab. Die Teilnahme an derSprachprüfung ist für alle Schülerinnen und Schüler verbindlich. DieSprachprüfungen sind abzustellen auf den Hauptschulabschluss, denHauptschulabschluss nach Klasse 10 und den mittleren Schulabschluss(Fachoberschulreife). Für die Sprachprüfung sind die Verfahrensregeln zubeachten, die für die Sprachprüfung (Feststellungsprüfung) anstelle vonPflichtfremdsprachen oder Wahlpflichtfremdsprachen gelten (Runderlass vom10.03.1992 -

BASS 13-61Nr. 1). […]

 

 

 

 

 

 

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